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Erhard Schüttpelz: 60 Jahre Medientheorie: Die Black Box der »Explorations« wird geöffnet
60 Jahre Medientheorie: Die Black Box der »Explorations« wird geöffnet
(S. 139 – 142)

Erhard Schüttpelz

60 Jahre Medientheorie: Die Black Box der »Explorations« wird geöffnet

PDF, 4 Seiten, 0.0 MB

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Erhard Schüttpelz

ist Professor für Medientheorie an der Universität Siegen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Literatur- und Mediengeschichte der globalisierten Moderne, Wissenschaftsgeschichte der Medientheorie und der Ethnologie. Seine Arbeiten kreisen um eine Auslegung der Moderne, die sich ihrem Komplement, dem Konzept des »Primitiven«, zuwendet.

Weitere Texte von Erhard Schüttpelz bei DIAPHANES
Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 11

»Dokument und Dokumentarisches« zielt auf die unterschiedlichen Akte der Beglaubigung und Bezeugung, des Beweisens, Registrierens und Zertifizierens, letztendlich also der Herstellung von Evidenz, Authentizität und Wahrheit und fragt danach, wie sich diese Akte jeweils medienspezifisch ausprägen und welche Gesten und Einsätze des Dokumentarischen die Autorität einer dokumentierten Wahrheit irritieren oder unterlaufen. Die synchrone und diachrone Vielfalt dokumentarischer Bezugnahmen lässt sich nicht nur in den etablierten audiovisuellen Mediengenres, wissenschaftlichen Darstellungsformen und künstlerischen Praktiken verfolgen. Sie verweist darüber hinaus auf den Sachverhalt einer ins Alltagsleben der Mediennutzer/innen diffundierenden dokumentarischen Formensprache, die die zeitgenössischen digitalen Regime der Produktion von Subjektivität und Kollektivität maßgeblich bestimmen.

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